In welchen Fällen sollten Kunden von einer SEO-Anfrage absehen?

20-30% der täglichen Arbeitszeit werden ohne Erfolg in Angebote-Schreiben sowie Telefonate mit potenziellen Kunden investiert.

Natürlich kann man nicht erwarten, dass bei jedem Angebot ein neuer Kunde gewonnen wird, mit dem man über einen längeren Zeitraum erfolgreich zusammenarbeiten darf. Es ist selbstredend, dass Vorab-Checks, Beratungsgespräche, Angebote etc.  ein wichtiger Bestandteil der Arbeit ist.  Doch wenn die Vorstellungen der potenziellen Kunden vom inhaltlichen Gehalt einer Anfrage Welten trennen, hört der Spass irgendwann auf.

Aus diesem Grund habe ich eine Checkliste als zusammengestellt, die bei der Entscheidung “ob man ein SEO-Angebot einholen soll oder nicht” unterstützt und entsprechend dafür sorgt vor Anfragen abzuhalten.

Ich stelle keine SEO-Anfrage, wenn

  • mir das notwendige Budget fehlt / ich nicht bereit zu investieren bin
    Viele sind der Meinung, dass Suchmaschinenoptimierung eine einmalige Angelegenheit ist. Nach einem kurzen Telefonat, logge ich mich bei Google mit meinem Spezial-SEO-Account ein und verschiebe die URLs auf die erste Seite. NEIN! Es ist ein langwieriger Prozess.
  • die Berechnung eines Stundensatzes anhand des unterbreiteten Angebotes mehr beschäftigt als das Ziel
    Interessant ist auch zu beobachten, wie viel Zeit diese Diskussionen in Anspruch nehmen. Man versucht zu erklären welche Arbeit im Hintergrund geleistet wird und letzten Endes landet man wieder beim Stundensatz und muss sich noch rechtfertigen. Das Ziel der Suchmaschinenoptimierung bleibt dabei auf der Strecke.
  • die Meinung feststeht und die Tatsachen nur verwirren
    Ich habe gehört…, ich habe gelesen…, mein Bekannter ist Experte auf diesem Gebiet… . Was soll man mehr dazu sagen?
  • ich denke, dass SEO sich lediglich auf die Eintragung der Webseite in den Suchmaschinen beschränkt
    Kein Kommentar!
  • das Betreiben eines Onlineshops ohne Besucher wirtschaftlicher ist
    Anscheinend lohnt es sich in einen Onlineshop zu investieren (Design, Datenimport etc.), der Verkauf ist jedoch nicht mehr von Bedeutung. Vor allem, wenn man bedenkt, dass der SuMa Traffic gleich 0 ist.
  • die Beratung erst nach dem Projektstart erfolgen soll
    Der größte Fehler, den man überhaupt machen kann. Schon in der Planungsphase sollte man einen SEO zu Rate ziehen. Das ist der ideale Zeitpunkt um die OnPage Maßnahmen durchzuführen. Eine nachträgliche Korrektur ist oftmals sehr aufwändig und kostspielig.
  • nach Vertragsunterzeichnung sofort Ergebnisse erwartet werden
    Na ja, zaubern können wir noch nicht..
  • ich nicht offen für Veränderungen bin
    Es gibt manche, bei denen ist die Zeit schon vor ca. 10 Jahren stehen geblieben. Natürlich kann man nicht alles wissen und beobachten, vor allem wenn man nicht aus der Branche kommt. Doch zuhören und vertrauen sollte man schon können.
  • ich alles selber machen möchte, jedoch nicht über das notwendige Know-How verfüge
    Was nutzt mir ein Konzept / Beratung, wenn ich nicht einmal weiß was ein href-Tag ist?
  • ich einen regionalen Branchenbucheintrag für 3000,- EUR / 6 Monate hochwertiger einschätze
    Das ist überhaupt der Höhepunkt. Wobei, verständlich ist es schon. Im Gegensatz zu SEO, kann man das “anfassen”. Man zahlt und kann paar Wochen später dieses Büchlein in den Händen halten – obwohl man letzten Endes zu der Erkenntnis gekommen ist, dass die gewählten zwei PLZ-Bereiche nichts gebracht haben.
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Eine Antwort auf In welchen Fällen sollten Kunden von einer SEO-Anfrage absehen?

  1. Torsten sagt:

    So etwas kenn ich auch zur genüge. Vor ca. einer Woche rief eine Firma an, deren Kunde halt nach vorne wollte. Ich gab so eine grobe Schätzung der Kosten ab und bekam zu hören: “Das ist ja mehr als die Webseite gekostet hat.”

    Da merkt man, wie häufig doch da gedacht wird, das es reicht einmal mit dem Finger zu schnipsen und schon steht die Webseite bei den gewünschten Keywords vorne.

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